Unser Tag bis jetzt 13.51 Uhr:
Aufwachen. Die kleine Fluse weckt mich mit den Worten Brötchan Hunga.
Der Krachmacher wird auch langsam wach.
Wir lesen im Bett dieses Buch von dem wundervollen Kinderbuchautoren Robert E. Wells.

Da die kleine Fluse ja schon sagte was sie als nächstes plant, lege ich den beiden Klamotten hin, ziehe mir meinen Parka über den Schlafanzug und gehe mit dem Hund an die Ecke damit er nicht wieder ins Wohnzimmer pinkelt. Wir kommen zurück und ich ziehe die Kinder an. Ich zieh mir statt meiner Snowboardhose (die ich jetzt eigentlich nur noch tragen wollte) eine Jeans (realty pants von nikita) an, denn es ist einfach zu warm für warme Klamotten. Dann lege ich in der Küche und im Wohnzimmer noch Holz in die Öfen und wir steigen alle ins Auto (welches wie immer unabgeschlossen vor dem Hof steht) ein. Der Hund klettert drei mal wieder raus und rein während ich die Kinder festschnalle. Am Ende sitzen wir alle auf unseren Plätzen (der Hund sitzt auf dem Beifahrersitz) und wir fahren den holprigen Schotterweg, der die Strasse sein soll aus dem Dorf raus. Nach 400 Metern kommt die befestigte Strasse. Wir fahren in den nächsten größeren Ort wo es einen Supermarkt und einen Bäcker gibt. Wir kaufen Frühstückszeug und Brötchen. Die Brötchen kaufen wir jetzt doch im Supermarkt, weil wir die 10 Euro Bargeld die wir dabei haben lieber in Fischfrikadellen investieren wollen. Montags steht immer der Fischwagen auf dem Supermarktparkplatz. Also werden noch 6 Fischfrikadellen und ein Topf Knoblauchsoße gekauft. Derweil entdeckt die kleine Fluse dass am Fischladen Räder dran sind und ist total aus dem Häuschen und sagt immer wieder erstaunt Auto!
Wir steigen mit unserer Beute wieder in unser Auto (ohne Fischladen drin) und fahren 7 Minuten zurück zu unserem Haus. Wir gehen mit dem Hund noch mal an die Ecke. Dann gibt es Fischfrikadellen und Marmeladenbrötchen zum Frühstück. Die Kinder trinken FAK-Tee und ich Earl Grey. Mein zweites Glas heißen Tee trinke ich auf dem Deich. Denn als grad alle satt sind stehen Ferdinand und sein Hund vor dem Hoftor (naja es ist eher ein Hoftörchen). Der Krachmacher und die Rakäthe laufen sofort raus und die kleine Fluse will mit und hat schon Gummistiefel angezogen. Also besorge ich ihr noch eine Jacke und ziehe meinen Parka wieder an, klipp mir noch das Trageding um die Hüfte und nehme meinen heißen Tee mit auf den Deich.
Dort stehe ich im Gestrüpp und schaue zu, wie die Halbstarken auf den Eisflächen rumrutschen. Dabei telefoniere ich mit diesem Herrn um zu erfragen wie die Stimmung in der großen Stadt ist. Nach zwei Stunden Rutscherei geh ich mit der kleinen Fluse rein weil sie Mittagsschlaf machen möchte. Auf dem Weg durch die Tenne findet sie eine Playmobilkiste. Jetzt sitzt sie vor dem Kachelofen (hier drin sinds grad 21°C) und spielt Playmobil. Der Hund liegt schlafend in der Küche, ich trinke den dritten Earl Grey und genieße die Stille. Der Krachmacher ist mit Ferdinand draussen geblieben. Der wohnt mit seinen 5 Geschwistern in der alten Schmiede am anderen Ende der Schotterstrasse. Die Jungs laufen einfach den Deich lang. Und wenn sie Hunger haben kommen sie wieder. Alltag. Mein Leben eben.

Hört sich sehr schön an!
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