

12 Wochen Landleben. Wir haben jetzt Wasser in der Küche und müssen nicht immer durch die eiskalte Tenne ins Bad. Wir sind Profis im Feuer machen - auch die kleine Fluse. Ich kann morgens im Schlafanzug mit Schneestiefeln zum Stall stapfen und Feuerholz holen. Ich kann das Auto wieder zum laufen bringen indem ich durch den Motorraum an die maderbissigen Kabel ganz unten greife und daran wackel. Ich kann das Auto wieder zum laufen bringen indem ich in stockfinsterer Nacht zwei dicke Kabel an der Batterie befestige, deren anderen Enden an der Busbatterie einer sehr netten anderen Person klemmen. Ich kann eingefrorene Wasserleitungen auftauen. Ich kann durch nächtliche Schneestürme fahren, vorbei an Schneeverwehungen. Ich kann Jungvögel zur Haustür raus lassen, nachdem sie mich morgens geweckt haben, weil sie immer gegen den Spiegel im Schlafzimmer fliegen (keine Ahnung wie der hier reingekommen war). Ich kann das Auto aus einem Schneeberg raus holen nachdem es dort gnadenlos festgefressen war.
Wachstum. An echten Aufgaben wachse ich grad. Es tut gut. Es ist anstrengend. Aber auch so befriedigend.
Gelerntes:
Rehe rennen meist zu zweit plötzlich von rechts nach links über die Fahrbahn. Hasen rennen alleine im Scheinwerferlicht vor dem Auto her. Kormorane stehen zu zweit mitten auf der Straße und diskutieren in Ruhe zu ende, in welche Richtung sie jetzt gehen wollen, während das Auto direkt vor ihnen steht und wartet. Füchse halten sich von der Strasse fern und laufen diagonal über die schneebedeckten Felder daneben. Raubvögel sitzen auf den Bäumen an der Strasse und warten auf Opfer.
Fliegende Kraniche sehen aus wie rückwärts fliegende Wildgänse. Schmetterlinge überwintern in unserem Haus.

Das hört sich aber schön an! Gut dass es euch gut geht!
AntwortenLöschenGanz herzliche Grüße!
Spannend, sehr spannend : D
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