Der ganz normale Wahnsinn? Das Samstagsfrühstück. Eh schon stressig und angeknackst, weil der Mann der eigentlich im Hause sein sollte, seit Wochen durcharbeitet, und so auch diesen Samstag. Obwohl der Krachmacher am nächsten Tag Geburtstag hat. Und die kleine Fluse vor zwei Wochen. Und der Adventskalender naht und Nikolaus und der Geburtstag vom Mann und Weihnachten. Es macht keinen Spass für alles allein zuständig zu sein. Naja, ist halt grad so. Gestern haben wir leckeren Sill eingekauft. Als ich nach dem Abendbrot das Glas in den Kühlschrank stellen will, schwappt es mir über. Nicht so schlimm. Normalerweise hätte ich es so einfach da rein gestellt. Da aber der Kühlschrank frisch geputzt war, hab ich das Geschirrtuch genommen und das Glas trocken geputzt. Am nächsten Tag. Alles eh schon unharmonisch. Ich hab trotzdem versucht es für die Kleinen Menschen gemütlich zu machen. Alles so weit fertig nur der Sill fehlt noch. Ich geh in die Speisekammer und hole den Sill. Es tropft. Ich wundere mich. Ich hab den doch extra vorbildhaft noch getrocknet. Das ganze Glasboard im Kühlschrank ist nass. Der Lachs schwimmt in einer rosafarbenen Flüssigkeit. Ich wisch da drin rum und wundere mich und bemerke, dass es von oben auf meine Hand tropft. Aus dem Gefrierfach!
Die kleine Fluse hatte gestern mal wieder an dem Kühlschranktemperatureinstellrad gespielt. Ich hatte das bemerkt und wollte nachdem sie fertig ist alles noch mal kontrollieren. Vergessen. Samstag morgen ist also alles aufgetaut. Drei Pakete Hackfleisch von glücklichen Kühen und ein Paket Kochwurst. Echte kostbare Fleischportionen die bei einem Bauern von Oma gekauft wurden. Unser Vorrat für die nächsten Monate. Dazu zwei Rehkeulen, von dem Reh, dass der Jäger für uns geschossen hat (der Rest liegt zum Glück in einer Gefriertruhe bei anderen Menschen zur Untermiete).
Unser gesamter Fleischvorrat fertig zum Verarbeiten. Jippie!
Also hab ich heute 5 Liter Bolognese gekocht und eingefroren (das Fach ist ja jetzt frei und sauber gewesen), Kartoffelsuppe mit Kochwurst gekocht und morgen gibt es dann Reh.
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oh jeee :-(
AntwortenLöschenach herje, was ist das nur im Moment. Bei uns ist es ähnlich und ich teile dein "unglücklich sein über die alleinverantwortung"- das macht so einfach keinen spass oder nicht so viel
AntwortenLöschenaber was ist den bitte sill? bin schon ganz gespannt...
LG von der bisher stillen Mitleserin
Denise
Mit einem lachenden und einem weinden Auge gelesen --- denn neben der sicherlich unliebsamen Großeinsatzkocherei liest doch zwischen den Zeilen immer wieder Lebensfreude. Auch wenn die Verantwortung mal nur auf einer Schulter lastet ...
AntwortenLöschenWie ich solche Tage "liebe"...
AntwortenLöschenDanke Euch ;)
AntwortenLöschenSo langsam komme ich da hin in solchen Momenten gelassen zu reagieren. Es gelingt mir nicht oft, aber immer öfter.
Ich weiß noch als ich in meiner ersten eigenen Wohnung mit 17 in der Küche stand und mir eine Auflaufform aus Glas runtergefallen und zersplittert ist. Da hab ich soo geweint und bei meiner Mutter angerufen. Die musste mich dann trösten und hat mir versprochen, dass wir eine neue kaufen gehen ;)