Eines dieser frei lernenden Kinder schreibt zum Beispiel gerne Dinge. Meist nur kurze Sachen. Nach Frau Birkenbihl darf man auf der Eingangsebene zu einem Thema nicht kritisieren. Und das tue ich auch nicht. Trotzdem fragt dieses frei lernende Kind dann immer ob das richtig ist was er geschrieben hat. Da hat mir dann die Rücksprache einer Grundschullehrerin in der Familie geholfen die richtigen Formulierungen zu finden.
Standardantwort: es ist völlig OK so, wie Du es geschrieben hast. Jeder kann lesen und verstehen was dort steht. Und dazu ist die Schriftsprache ja gedacht. Die großen Leute würden das ein oder andere Wort anders schreiben. Früher hat jeder so geschrieben wie er sich das gedacht hat. Und dann haben die Leute gemerkt, dass es schneller und einfacher zu lesen ist, wenn die anderen ihre Wörter auch so schreiben wie sie selber. Also haben sie versucht sich auf eine einheitliche Schreibweise zu einigen. Der Herr Duden hat die Wörter bei denen man sich einig war, dann in ein dickes Buch geschrieben. So gesehen gibt es ein echtes Richtig oder Falsch gar nicht. Wir kommen jedes mal wieder auf das Thema, wenn wir einen Ort weiter am Rathaus stehen. Der Spruch der dort auf dem Fachwerk steht, beinhaltet nämlich reichlich Schreibweisen die heute nicht mehr aktuell sind. Und noch heute gibt es viel
Heute haben wir dann, weil es sich so aufdrängte, über Lautschrift gesprochen. Das hat ihn interessiert und er hat nachgefragt. Bei dem Wort STOP meinte er dann, dass er das doch eigentlich wüsste, weil er ja das Schild kennt.
Und bei den anderen Themengebieten ist es genauso. Es kommt dann dran, wenn es dran ist. André Stern hat auch erst mit 11 angefangen zu schreiben.
Die Bildung ist hier zu Hause*. Und das reicht.
Das frei lernende Kind erlebt, wie es sich Dinge erarbeiten kann. Und es weiß, an wen es sich wenden muss um etwas zu erfahren. Das ist alles was es braucht.
*Frau Birkenbihl erklärt auf ihren DVD´s sehr schön wie wir aus unseren Bildungs-Räuberhöhlen wieder reichhaltige Lebensräume (für die kleinen Leute) machen können. Es reicht nicht, einen Haufen Bücher ins Kinderzimmer zu stellen. Wissen, Denken und andere Kopfarbeit muss Teil des Familienlebens sein. Was aber nicht so schwer fällt, wenn die Eltern beide absolute Klugscheißer sind.
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| Ganz dramatisch mit herannahendem Zug |


Hast Du mich gerade Klugscheißer genannt? Frechheit!
AntwortenLöschenLG,
M.
PS: Im zweiten Absatz, Zeile 14 würde ich Streit groß schreiben. :)
Danke für deine Themen und wie Du sie vermittelst - ich sauge das immer regelrecht auf.
AntwortenLöschenKönntest Du bitte endlich ein Buch schreiben...
Ich drücke Dich!
Kicka, die ja eigentlich total auf "orthopraphisch richtig" steht und dank Deiner Ausführungen mal in´s grübeln gekommen ist ;)
PS.: Die Schafe sehen allerliebst aus.
Schön erzählt.
AntwortenLöschenAlso eine Frage die ich hätte wäre zum Beispiel, wie ihr das macht mit dem Freilernen- wie geht das trotzdem, obwohl ihr eine Schule besucht?! Oder habe ich da was im Blog falsch verstanden?
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