Mittwoch, 13. April 2011

Und einen Moment später ist alles anders. Bei Freunden von uns gab es einen Unfall. Auf dem Lüthjenhof. Deren kleiner Krachmacher ist in einen Gartenteich gefallen. Jetzt liegt er auf der Kinderintensivstation im künstlichen Koma. Seine Körpertemperatur beträgt 34°C. Wir schicken gute Gedanken. Für ihn, für die Mama die ihren Sohn kalt, nass und ohne Leben in den Armen hielt und ihn wiederbelebt hat, den Papa der die Nächte im Krankenhaus verbringt, die kleine Schwester die gar nicht versteht was passiert ist.
Es tut mir leid, dass ich das so drastisch hier hin schreibe. Aber ich möchte Euch etwas sagen. Macht keine faulen Kompromisse! Lebt das Leben das ihr leben wollt. Es kann so schnell vorbei oder ganz anders sein. Also lebt jetzt das, was ihr wirklich wirklich wollt.

Fragt Euch in jedem Moment: will ich das grad wirklich? Oder sollte ich lieber einfach umdrehen und etwas ganz anderes machen?

Wir werden uns heute mit vielen Büchern zusammen einkuscheln. Die Zeit zusammen verbringen.

Im Küchenofen brennt ein Feuer, weil es draussen heute so stürmt. Ich hoffe, dass die Wärme in den kleinen Körper zurück kehren kann, ohne dass es Komplikationen gibt. Ich hoffe, dass diese Episode für die kleine Familie bald vorbei ist. Dass sie schnell alle wieder zusammen daheim lachen können. Sich festhalten können. Dass es schon bald nur noch eine dramatische Anekdote sein wird.

Theo, Daria, Benny, Lotti - wir denken an Euch.

5 Kommentare:

  1. Wenn wir irgendetwas tun können... sag bescheid.

    Konrad ist heute morgen aufgewacht und hat gesagt, dass er sich wünscht, dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Dann könnte er sich wünschen, dass das mit Theo nie passiert wäre.

    Und auch hier noch mal Mutmachgeschichten:
    1. Mein absoluter Lieblings-Schüler in unserer Schule hat auch mit 2 Jahren im Wasser kurz abschied vom Leben genommen. Und der ist heute so ein toller Mensch. Einer von den schlauen und hübschen.
    2. Konrad hat letztes Jahr doch hier bei den Nachbarn vor dem Haus einen bösen Fahrradunfall gehabt. Mit retrograder und anterograder Amnesie. Er war völlig verwirrt. Ich habe die Nacht im Krankenhaus neben ihm gelegen und gewartet. Gewartet, dass sein Kopf sich wieder sammelt. Dass alles wieder aufgeräumt wird. Und dann wacht er morgens auf, fit wie jeden morgen und sagt "Mir gehts wieder gut. Wir können jetzt nach Hause gehen!".

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  2. Liebe Kittie, liebe Daria,
    gebt nicht auf, an den kleinen Mann zu glauben und seine Schutzengel um Beistand zu bitten. Und auch nahestehende einzubeziehen, dass die guten Gedanken vieler Menschen sich wie ein Kokon um den Jungen legen, aus dem er geheilt zurückkehrt in euer Leben.
    Unser Schwager hatte letzten Sommer einen Herzstillstand, war 4 Wochen im künstlichen Koma, war nicht mehr ins Wache zurückzubekommen, die Ärzte haben meiner Schwägerin keine Hoffnung mehr gemacht, wir haben so gebetet und unsere Schutzengel aktiviert mit seinen Schutzengeln Kontakt aufzunehmen und ihnen klar zu machen, dass er hier gebraucht wird. Und: er ist zurückgekommen und hat so gut wie keine Einschränkungen. Es gibt Hoffnung. Glaubt ganz fest an die Kraft des Jungen.
    Ich zünde eine Kerze für ihn an und stelle sie ins Fenster.
    Und ich danke Gott, dass er ihm seinen Schutz und Segen gibt.
    tüftelchen

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  3. danke kittie für diese worte. ich denke auch ganz fest an theo und seine familie obwohl ich sie nicht persönlich kenne, habe mit dria schon so nett geschrieben...alle meine kraft schicke ich dem kleinen mann. und du hast so recht...ich versuche so geht es geht das leben zu verwirklichen dass ich leben will denn ich denke schon immer so wie du es hier beschrieben hast, die botschaft kann man garnicht oft genug in die welt da draußen tragen. du und deine familie ihr seid mir ein so großes vorbild wie ihr für euch dieses leben umgestzt habt...großartig inspirierend. wir wären so gerne zu deinem seminar gekommen, habs erst zu spät gesehen...wir hätten es mit ein paar tagen urlaub im norden verbunden!

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  4. ich denke so fest an den kleinen uns seine familie, ich hoffe, dass dieser alptraum bald überstanden ist, ich wünsche dieser familie alle kraft. und unfassbar, ich lese seit monaten den blog und nun fühlt es sich an als würde ich die familie kennen.
    sabine

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