Dienstag, 20. März 2012

Etwas lang aber so wahr. Norbert Blüm in der Zeit über Kindheit, Schule und Staat.

2 Kommentare:

  1. kittiefred,

    auch wenn manches doch wahr ist in dem Artikel, ist der letzte Teil und der letzte Absatz ist einfach altbacken.

    Geld und Karriere vs. häusliche Kinderbetreuung?: So einfach ist es nicht.

    1. Man arbeitet nicht nur um das große Geld zu machen und manche Berufe (wie z.B. Pädagogen) sind alles andere als aufs Profit ausgelegt. Man kann durchaus Spaß an der Arbeit haben, sowohl der Mann als auch die Frau, aber nicht jeder hat das Glück seine Arbeit flexibel organisieren zu können.

    2. In unserer Zeit gibt's kaum Omas oder andere Verwandschaft, die mit der Kinderbetreuung aushelfen können. Wie schwierig das ist, Kinderbetreuung ohne Hilfe von Außen zu organisieren, so dass beide, Mutter und Vater, teilzeit arbeiten können und sich selbst zu Gesicht zu bekommen, beschreibst Du ja selber.

    3. Er erzeugt nur wieder schlechtes Gewissen bei Eltern, ihre Kinder fremdbetreuen lassen. Wieviel er sich als Minister um seine Kinder gekümmert hat, kann man sich denken, oder? Zumindestens ist er anscheinend ein guter Mann, der die Ehe ernst nimmt:-)

    "Flächendeckende Fremdbetreuung", die irgendeinen Zwang erzeugt, ist echt weit hergeholt (Hortplätze, was ist das?) Die Auszeit durch vorübergehende Erziehungsarbeit ist oft dagegen Zwang, da es keine Alternativen gibt.

    "Die Idealkonstellation der pädagogischen Expertokratie besteht darin, dass die 40-jährige Mutter sich von der 20-jährigen Erziehungsberaterin sagen lässt, wie sie ihr fünftes Kind erziehen soll."
    --> Das betrifft wohl auch eindeutig Deine Arbeit, kittiefred? Das ist wohl auch eine sehr veraltete Sichtweise a la "früher hat man die Kinder auch irgendwie hinbekommen".

    Insgesamt hinterlässt der Artikel einen faden Beigeschmack, auch wenn ich anderen Punkten zum Thema Schule und Ausbildung zustimmen kann.
    Aber Familie ist mittlerweile soviel mehr als das typische "Frau heiratet einen älteren Mann, der gut ausgebildet ist, voll im Berufsleben steht, gut genug verdient und ihre vorübergehende Auszeit für Erziehung finanzieren kann".

    Und bei der Frage, ob der Selbstverwirklichung des Menschen nur die Berufsarbeit zur Verfügung stehe, möchte ich mich z.B. nicht in die Ecke drängen lassen, denn es ist durchaus möglich, dass man sein Geld in einem Beruf verdient, der einen Spass macht und den man nicht durch Druck von außen gewählt und gelernt hat.

    LG
    V.

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  2. Hallo V.,

    ich denke wir haben unterschiedliche Sichtweisen. Und ich befürchte, dass sich dieses Thema nicht mal eben im Kommentarbereich dieses Blogs besprechen lässt.

    Trotzdem ein großes Danke für Deinen Beitrag ;)

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