Die Nacht war ruhig. Bo hat geschlafen, gelegen, gegessen.
Der kleine Bach der über die Strasse geht ist heute ein breiter Fluss, das kleine Rinnsal auf unserer Weide am Haus ist heute ein eilig fließender Bach.
Es ist vom Hochwasser ganz nett, dass es am Wochenende kommt. Dann muss man nicht extra frei nehmen.
Und jetzt brauch ich etwas Zuspruch. Was tut man gegen bzw. mit Dorfnachbarschaftlichem Getratsche? Es war mir klar, dass das auf dem Dorf nun mal so ist. Und die Sachlage ist auch recht eindeutig. Es gibt eine gehässige vergrämte ältere Kuh, die hier rumläuft und immer nur kundtut was man alles falsch machen würde. Das erzählt sie mir, meinen Kindern und natürlich allen Nachbarn. Dann gibt es offensichtlich auf dem Dorf einfach viele Menschen mit einem sehr kleinen Selbstwert und Langeweile. Mir ist auch klar warum Leute auf diese negative Art und Weise tratschen. Es geht immer darum das eigene Ego schöner zu machen. Und wenn es nicht durch eigene glorreiche Taten auf die man stolz sein kann, funktioniert muss man eben die anderen schlecht machen. Ich habe also generell eine professionelle nüchterne Einstellung zu diesem Thema. Und es tut mir auch leid für die Dorfmenschen die solch ein Eigenbild und Weltbild haben, dass sie so miesepetrig durchs Leben gehen.
Aber es nervt dann doch. Ich bin ja nicht aus Stein. Wenn im Dorftratsch über uns hergezogen wird, ist das einfach unangenehm. Es gibt übrigens auch ganz tolle Dorfbewohner. Es sind sogar sehr viele. Die kommen und wollen nichts Böses.
Aber was mach ich mit der negativen Energie von den anderen? Der Mann im Haus meinte es hilft vielleicht Yoga oder eine Schußwaffe. Beides ist nicht so mein Fall. Also was gibt es noch?
Ich will über diesen Dingen stehen. Ich will entspannt zuschauen wie sich die Bekloppten ins Zeug legen, um sich selber aufwerten zu können. Vielleicht hilft ja das niederschreiben schon.
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stell sie dir nackt im bikini macarena tanzend vor eurer Mauer vor, wenn sie meckern kommen.. hilft einem lächelnd dran vorbeigehen zu können! vielleicht... wenn das nicht hilft, würd ich wohl auch zur Schusswaffe greifen.. ach mensch..
AntwortenLöschenSchreib es alles auf. Mach amüsante aufgeklärte Geschichten daraus, die Deinesgleichen lesen können, damit sie besser mit dem Klatsch und Tratsch auf dem Land umgehen können. Dann kannst du dich jedesmal freuen, wenn wieder was Doofes passiert, weil es mehr Material für deine Geschichtensammlung bedeutet. Hat dann nix mehr mit dir zu tun. Die sind dann alle nur noch Figuren in deinem Roman...
AntwortenLöschenIch bin für Ausdauer.
AntwortenLöschenEs gibt doch die schöne Geschichte von dem Franzosen der nach Usedom oder Hiddensee oder so gezogen ist....vor Ewigkeiten! Der hatte das Durchhaltevermögen über ein Jahr lang die Menschen dort, die ihn ignorierten und über ihn tratschten mit aller Freundlichkeit zu grüßen. Und nach einem Jahr endeten die Anfeindungen abrupt.
Meine Geschichte war kürzer. Eine Mutter aus Rubys Klasse hat immer überall schlecht über mich geredet. Angeblich weil ich mich nicht ausreichend dafür bedankte daß sie meine Tochter mal für eine Woche mit zum Zelten nahmen. Als sie schwanger wurde habe ich ihr eine wunderhübsche Karte geschenkt und was kleines genäht. Seitdem ist sie supernett zu mir und darüberhinaus verstehen wir uns sogar mitlerweile sehr gut;-)
Ich würde es sportlich sehen. Darüber hinaus gibt es das ja in der Stadt (oder im Wohnprojekt haha) genauso.
Die Tanzerei und die amüsanten Geschichten finde ich aber auch superklasse;-)
Grüße sie freundlich, sei nett zu ihnen. Nimm ihnen den Wind aus den Segeln. (das ist ja auch schon bisschen wie Yoga)
AntwortenLöschenAnsonsten freuen wir uns über erheiternde Geschichten.
Danke Euch!
AntwortenLöschenich denke ich werd es aufschreiben und betrachte dann die Leute einfach als Materiallieferanten. Danke für den Tip.
Nett sein und so funktioniert nicht. Hab ich gemacht. Aber dann stehen die hier an der Hofmauer und ziehen über andere her. Das hat genau die selbe schlechte Energie, von der dann ein Stück an mir kleben bleibt. Und wenn man zu diesen Weibern sagt, dass man an dem Tratsch nicht teilnehmen möchte sind die sehr irritiert und machen einfach weiter.
Ka, deinen Tip kann ich leider nicht befolgen. Ich bin ja extrem visuell veranlagt. Alles was jemand sagt ist z. B. sofort als superrealistisches Bild in meinem Kopf. Wenn ich mir also diese Lästermäuler nackig mache im Kopf, werde ich die garantiert nicht mehr los. Die Bilder ploppen jetzt gerade schon in meinem Kopf auf und es kostet mich viel Anstrengung die nackte grießgrämige Zicke weg zu schieben... Trotzdem Danke ;)
Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die einfach nur Angst vor dir, weil du nicht in ihr vertrautes Schema passt. Alles Unbekannte ist erstmal bedrohlich. Sie müssten dich eigentlich nur besser kennenlernen, damit ihr Schema akkomodieren kann und alles ist gut.
AntwortenLöschenAber vielleicht sollte man Menschen gar nicht erst näher heranlassen, die es schaffen aus der Ferne schon zu nerven...
Andra
ich sehe das ähnlich wie bianca...
AntwortenLöschenweiterhin immer schön freundlich grüßen und der passende moment wird kommen... vielleicht keine schwangerschaft ;) aber etwas anderes, wo man zeigen kann, dass man über diesen dingen steht.
blöd ist es aber schon! dorf eben... meine mama abonniert auch seit jahrzehnten das kirchenblättchen für den papiermüll, damit niemand redet ;) wenn man in so eine gemeinschaft reingeboren wird, ist es auch nicht immer einfach ;)
gggggggglg kicka
Ich finde die Idee mit dem Roman obercool! Und die nackten Macarena-Popos in deinem Kopf sind doch cooles Kino. Schreibs auf. :-)
AntwortenLöschenDu kannst auch Kinderweinen aufnehmen und immer zufällig per Fernbedienung auslösen, wenn jemand am Zaun lästern will. Dann kannst du sofort losrasen "Tschuldigung, ich muss..."
Wahlweise darfst du meine (und sicherlich viele andere) Telefonnummern als Kurzwahl programmieren und wenn du hier anpiepst, rufe ich umgehend zurück und du kannst flöten: "Ach, Tante Gerda! Ja! Und wie gehts der neuen Hüfte? Ja..." und dabei entschuldigend den Tratschern zulächeln und leider leider weggehen.
Ansonsten kann ich auch nur sagen: Die Zeit bringt es. Schwacher Trost, ich weiß. Aber irgendwann wird einem (FAST) egal, was "die" sagen - solange sie ihre Ängste nicht am Kind auslassen.
Und irgendwann begreifen sie auch, dass wir nicht beißen, selbst wenn die Kinder bis zu den Knien im eisigen Elbwasser stehen dürfen und nichtmal krank werden davon. ;-)
Wir kommen nächste Woche und retten euch.
Wir bringen viele Schwerter mit.
Jule
Ich wollte ja schon längst mal fragen, wie es so ist mit Euch und den Dorfbewohnern? Ich glaube das gehört einfach dazu -zum Leben auf dem Lande.
AntwortenLöschenIch freue mich auf die Geschichten, die du darüber schreibst.
;-)
...vieleicht wird es ja ein gutes Buch! "Das Deichhaus", mit all den schönen und eben weniger schönen Geschichten.Ansonsten denke ich, auch wenn es schwerfällt, immer freundlcih bleiben,obwohl dann ärgert es die Leute auch, weil sie auch damit nicht umgehen können...
AntwortenLöschenLG STeffi
Wie sieht es heute aus bei euch? Bei uns war alles noch im grünen Bereich. Zwar Hafen weg, Straße überspült und sogar Feuerwehr und Polizei, die regelmäßig die Spundwände kontrolliert haben, aber sonst alles gut. Wir sind also trocken geblieben und mussten weder zur Deichwache noch Sandsäcke schleppen.
AntwortenLöschenUnd bei euch?
Herzliche Grüße,
Frau Röllchen